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Eine Vorbetrachtung zum Kaiserstein Billig
Wie bereits an der Standortanalyse Rauschengraben R bei Rheder festgestellt, verläuft eine Kalenderlinie von der Billiger Kapelle P über den Kaiserstein KS und die ehemalige römische Straßensiedlung Belgica Vicus V zum Hardtwald H. Diese Linie wurde als Kaisersteinlinie bzw. Rhederer Kalendernebenlinie bezeichnet.
Sie verläuft vom Rauschengraben aus betrachtet bei 309o 42 34 Grad in Richtung NNW und entspricht der Sommersonnenwendbetrachtung (Untergang) vom Rauschengraben aus Richtung Kaiserstein am 21. Juni. gesehen.
Retrograd betrachtet lassen sich vom Standort Kaiserstein bei Billig Sonnenbeobachtungen zur Wintersonnenwende (Aufgang) über dem Standort Rauschengraben durchführen.. Diese Linie verläuft vom Kaiserstein aus betrachtet auf 127o 56 27 am 21. Dezember.

Die
Kaiserstein- bzw. Rhederer Kalenderlinie von Billig zum Hardtwald
Kapelle = P, Kaiserstein = KS, Belgica Vicus = V, Rauschengraben
= R, Hubertuskreuz = R

Die
Untersuchungen von Mai bis November 2006 ergaben, daß vom
Kaiserstein als östlichster Punkt mehrere Kalenderstandorte der
Vergangenheit auf etwa der gleichen Linie stehen. Da es sich nicht um
eine Sichtlinie handelt, lassen sich keine weiteren genaueren Angaben
über zwischenliegende Kalenderorte sagen. Oberhalb von Lessenich
und bei Rißdorf deuten mehrere Punkte im Gelände auf
ehemalige Kultstätten der Vergangenheit. Sie stehen mit dem
Münsterberg / Pohlenberg Wachendorf auf der
Wintersonnenwendlinie, und auf Sommerkalenderlinien mitt dem
Kaiserstein K, dem Lichtenberg L bei Billig und einem oder 2
Kultstätten bei Antweiler folgendermaßen in Verbindung:
a)
Sommersonnenwende SSW Aufgang
b) Sophienlinie (Sonnenaufgang
SA)
c) 1. Mai - Linie (Sonnenaufgang SA)
d) 11. November -
Linie (Sonnenuntergang SU)
Die hieraus sich ergebenden 4 Kombinationen mit den zwischenliegenden Kultstätten bei Antweiler und am Lichtenberg betragen somit 3 mal 4 = 12 mögliche Kalenderstandorte oberhalb von Lessenich / Rißdorf und 4 weitere bezogen auf den Standort 2 bei Antweiler; insgesamt also mindestens 16 anzunehmende verschiedene Kultstätten. Die Komplexität und fehlende Entscheidungsprämissen lassen hier nur auf weitere Analysen in der Zukunft verweisen; falls sich das System von Kultstätten als Kalendersystem bewahrheiten sollte. Die oberhalb von Antweiler spätestens ab der Römerzeit druchgeführte Eisengewinnung führte zu massiven Erdbewegungen und dem Vorhandensein eines auch 2006 noch teilweise vorhandenen Ringwalls bzw. Wallabschnittes und weiterer Erdbewegungen im Zusammenhang mit Planierungsarbeiten durch die belgische Besatzungsmacht.
Zum Standort Kaiserstein
In den Jahren 2002 bis 2005 wurden mehrere Überfliegungen gemacht, die einige eindrucksvolle mögliche Kultstätten kennzeichnen. Durch die starke Durchdringung der römischen Besiedlung verwischen sich allerdings vorzeitliche, keltische und römische Oberflächenabdrücke.
Kaisersteinlinie

Kaiserstein
Billig 11. April 2006 9.51 Uhr
links = Rheder, oben
Mitte im Tal = Kreuzweingarten Münsterberg herausragend,
oben
rechts = Kirspenich, oben ganz rechts = Arloff

Vereinfachtes
Kalendersystem Abschnitt Billig - Kaiserstein
Perspektivische
Einzeichnungen
Die beiden nebeneinanderliegenden Hauptstandorte für Sonnen- und Mondwendenbetrachtungen liegen im nordöstlichen Teil des Kalendersystems und stellen den östlichsten Punkt dar (Stand Nov. 2006). Die von der Kapelle Billig ausgehende Linie in Richtung Roitzheim scheint zum Ermittlungsstand von Nov. 2006 auf einen Mai-Kalendertag oder auf die Sommersonnenwende ausgerichtet und wird hier nicht weiter erforscht oder vorläufig nicht mit eingeschlossen.
Durch das Vordringen der römischen Kultur in diesen Bereich ist von Einbrüchen in den vorzeitlichen Kalender auszugehen; ebenso durch den Bau der Kapelle auf vorzeitlichem Heiligtum.

Auf
dem Kaiserstein
Etwa 20 m von der Straße L 176, die von Billig südöstlich Richtung B 51 verläuft und zwischen den Orten Kreuzweingarten und Rheder endet, liegt die Kultstätte Kaiserstein.
Im Feld finden sich zahlreiche Scharrungen, die zu verschiedenen Jahreszeiten verschiedene Oberflächenabdrücke erkennen lassen. Die Bilder lassen einen besiedelten Bezirk ähnlich der Größe des bekannten Belgica Vicus erkennen.
Luftaufnahmen

Scharrungen
Kaiserstein Luftaufnahme 19. März 2006 12.12 Uhr

Scharrungen
Kaiserstein Luftaufnahme 19. März 2006 12.12 Uhr

Scharrungen
Kaiserstein Luftaufnahme 19. März 2006 12.12 Uhr

Blick
Ri. Lichtenberg / Lessenich 21. Sept. 2005 11.43 Uhr

Blick
Ri. Lichtenberg / Lessenich 21. Sept. 2005 11.43 Uhr

Kaiserstein
Luftaufnahme 19. März 2006 13.13 Uhr

Kultstätten
Kaiserstein mit Einzeichnungen (vereinfacht)
grün =
ehemalige Wege (röm)
gelb = Sonnenwendlinien zum Standort
Kaiserstein 1
blau = Mondwendelinie zum Standort Kaiserstein 2
Hinweise: Zu Mondwenden wurden an mehreren Stellen des Kalenders jeweils 2 Standorte (aktiv + passiv) festgestellt. Ein weiterer Standort müßte in dieser Darstellung etwa unten in der Mitte liegen.
Kurzbetrachtung: Aus zeitlichen Gründen wurde der Standort Kaiserstein nicht mehr begangen und eine radiästhetische Analyse war nicht mehr möglich. Anhand der Betrachtung der Bilder hat es den Anschein, dass sich hinter dem Standort Kaiserstein noch mehr verbirgt, als derzeit bekannt ist.
Die Tagesexkursion von Herrn Bongart und mir brachte uns ein großes Stück in unseren persönlichen Erforschungen weiter. Überraschenderweise konnten wir feststellen, dass Digitalanalyse und moderne Luftprospektion sich mit der Methodik der von Herrn Bongart durchgeführten Radiästhesie ergänzten. Wir legen Wert auf die Feststellung dass es sich überwiegend um vorrömische Kultstätten handelt, wenn auch am Kaiserstein römische Attribute überwiegen. Da es sich um eine neuartige Betrachtungsweise eines unbekannten vorzeitlichen Systems handelt, werden forschungsbedingte Änderungen in der Interpretation zu späteren Zeiten nicht ausgeschlossen.
Bergheim, den 10. November 2006
Heinrich Klein
Anfragen an:
Dipl.-Ing. Ferd. Bongart, Zentrum 18, 52249 Eschweiler
oder
Heinrich Klein, Am Jobberath 27, 50126 Bergheim, eMail über
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