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Steinfeld / Eifel
Kalender- und Standortanalyse

Die Bedeutung des Klosters Steinfeld für die Erschließung der Eifel, seine Beziehungen, seine Güter und zugehörigen Pfarreien sind aus der Kirchengeschichte und der Geschichte der Bergwerke seiner Umgebung bekannt.

Vom Namen her gelten Fundstätten einstig vorhandener Oberflächenerze als Steinfeld. Dieser in Deutschland häufig vorkommende Ortsname findet sich in der Pfalz, im Main-Spessart-Raum, Oldenburg, Oberfranken usw. Letzteres auch benachbart mit einem Orte Königsfeld, dessen Name ebenfalls in der Eifel 5 km von Steinfeld/Eifel entfernt vorkommt. Aber nicht nur von der Namenssynonymität gelangen die beiden Orte in das nähere Interesse von keltischen, römischen oder frühfränkischen Erzsuchern, die schließlich in der Nähe des Eifeler Steinfeldes die ersten Schmelzöfen betrieben und später die ältesten Bergbaue betrieben.

Überall, wo sich schon vorkeltische Menschen ansiedelten, hinterließen sie Spuren ihrer Kultur. Erdkreise und Kultstätten bildeten mitunter die Vorgänger von keltischen und römischen Stätten und Tempelanlagen, auf denen sich später häufig eine Kapelle oder eine Kirche wiederfand. Von diesen Stätten aus gingen Wege zu benachbarten Hügeln, die an besonderen Orten auf Kalenderlinien liegend miteinander verbunden waren. Markant waren die Eckdaten für Frostende und Frostbeginn in der Vorzeit, die auf dem 15. Mai (Sophientag/nach Eisheiligen) und 11. November (Martinstag) lagen. Denen lag für kältere Regionen Europas und in Zeiten von kälteren Epochen der 1. Mai (Beltaine) und 1. November (Samhain) als vorzeitlich / keltischer Feiertag zugrunde. Verbunden mit Kaltendermarkierungen zu diesen genannten Zwecken kam später der kultische und okkulte Zweck solcher Betrachtungen hinzu, die auch Eingang ins christliche Brauchtum fanden (Maibräuche, Hexennacht, Halloween, Allerheiligen). Maßgeblich waren in jüngster Zeit sogenannte Sonnenbetrachtungen, bei denen insbesondere Sommer- und Wintersonnenwende markiert wurden. Diesen 4 bzw. 6 Eckdaten standen die aus noch älteren Kulturen angelegten Mondbetrachtungen gegenüber, die ihre Kalenderlinien an den Mondwenden anlegten. Diese sind für das Gebiet der Eifel wenig bekannt und es gibt kaum Angaben. Es bedurfte schon Hilfsmittel, wie die Himmelsscheibe von Nebra oder einer Mehrpfosten- /Mehrsteineanlage um zu höherwertigeren Aussagen zu kommen. Die Methoden und die regionale Interpretationen hierzu sind verschieden. Die folgende Analyse befaßt sich nur mit den vorhandenen Hauptkalenderlinien. Aus welcher Periode sie stammen, kann an dieser Stelle nicht festgestellt werden. Die Kalenderlinien können zur Frankenzeit, Frühfrankenzeit, Römerzeit, Keltenzeit oder Vorkeltenzeit angelegt sein, ältere auf Mondlinien verlaufende Linien sind mitunter älter als 4000 Jahre. Oftmals stehen zu Beginn, in der Mitte oder am Ende einer solchen Visierlinie heute noch Wegkreuze, Heiligenhäuschen, Markierbäume. Aber auch können sich im Felde bei Überfliegungen rechteckige Tempelbezirke, Standorte von Jupitersäulen, Standorte von Menhiren, Stelen oder Kreisanlagen abzeichnen, die teilweise durch erhaltene Flurnamen, wie der Kaiserstein bei Billig (Belgica Vicus), oder sogenannte Reitbahnen, Gerichtsstätten, Galgenberge, Keltenringe usw. in der Erinnerung gehalten wurden. Durch das Verbot des Steinkultes durch die Franken überlebten nur wenige vorzeitliche Kultstätten. Einige Standorte lassen sich aber heute noch vermuten.

In Steinfeld/Eifel finden sich folgende Kalenderlinien:




Bei diesen Kalenderbetrachtungen handelt es sich um eine kleine Vorabanalyse lediglich für ein Gebiet von etwa 3 qkm, ohne weitere Höhen der näheren Umgebung zu berücksichtigen.

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